Thekla Carola Wied

Schauspieler/Schauspielerinnen

Thekla Carola Wied, geboren in Breslau, wuchs in Berlin auf und studierte Schauspiel an der Folkwang-Hochschule in Essen. Anschließend war sie insgesamt acht Jahre am Theater engagiert, u.a. dem Staatstheater Wiesbaden und dem Schauspielhaus Bochum. Bereits für ihren ersten Kinofilm Spur eines Mädchens (1968) wurde sie mit dem Bundesfilmpreis in Gold ausgezeichnet. In mehr als 60 Fernsehspielen hat sie den unterschiedlichsten Charakteren Profil gegeben; in Dramen – historischen wie zeitgenössischen – ebenso wie in Komödien. Hierfür wurde sie mehrfach ausgezeichnet: sie erhielt den Bayerischen Fernsehpreis, dreimal den Bambi, zweimal die Goldene Kamera, den Deutschen Fernsehpreis und in Österreich die Goldene Romy.

Neben den unterschiedlichsten Rollen in Fernsehspielen erwarb sie sich eine große Resonanz mit erfolgreichen Serien wie Ich heirate eine Familie, Wie gut, daß es Maria gibt und als Journalistin Anna Marx in Auf eigene Gefahr. Neben der Fernseharbeit blieb sie dennoch dem Theater treu. Sie ging auf Tournee und gastierte in verschiedenen Häusern, u.a. mit Ninotschka in der Komödie im Bayerischen Hof.

Um den lebendigen Kontakt zum Publikum zu halten, entwickelt sie selbst Programme für Lesungen. Als Schwerpunkt widmet sie sich vor allem den 1933 von den Nationalsozialisten „verbrannten“ Dichtern. Dies nicht nur, um ihren ganz persönlichen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten, sondern auch, um eine Generation von verfolgten Dichtern den Menschen unserer Zeit wieder ins Bewusstsein zu bringen. Dem Werk von Stefan Zweig und Joseph Roth gilt ihre besondere Aufmerksamkeit.

Thekla Carola Wied ist seit langem als Botschafterin der SOS-Kinderdörfer tätig und unterstützt u.a. ein Aids-Waisendorf in Tansania.

Stand Juni 2020

Stücke
Thekla-Carola-Wied.jpg Christian Hartmann