Ludwig Thoma - Heilige Nacht

Ein Klassiker bayerischer Literatur

MICHAEL LERCHENBERG
VERONIKA PONZER (an der Harfe)

Es war Advent. Thoma war mit seinem Jäger in seinen Tegernseer Bergen. Eisig kalt war es und ein scharfer Wind schnitt einem schier das Gesicht entzwei. Mit einemmal wurde es windstill, die Kälte ließ nach, nur große Schneeflocken legten sich lautlos auf die Erde. Langsam, Schritt für Schritt, ging es bergab. Auf einmal hörte der Jäger, wie Thoma vor sich hinsagte: ‚Im Wald is so staad, alle Weg san vawaht‘. Das war die Geburtsstunde der ‚Heiligen Nacht‘. – so schildert der Volksschauspieler Bertl Schultes die Entstehung von Thomas Dichtung im Dezember 1915.

Für jeden, der echtes bayerisches Brauchtum und die bayerische Sprache liebt, gibt es kein Weihnachten, bevor die Heilige Nacht von Ludwig Thoma nicht mindestens einmal für ihn erklungen ist.

Unterstützt durch Veronika Ponzers einfühlsames Harfenspiel entsteht die Atmosphäre einer bayerischen Bauernstube, in der das Wunder der Christnacht erzählt wird: volksnah und anrührend. Die ganze Kraft, Bedeutung und Aktualität, die die alte Geschichte auch heute noch hat, tritt in dieser Interpretation deutlich zu Tage.

Termin:
15.12.19 um 11:00 Uhr

Die Interpreten

Michael Lerchenberg
Veronika Ponzer

© Fotos: Florian Miedl, privat