Thekla Carola Wied

wurde in Breslau geboren, wuchs in Berlin auf und studierte Schauspiel an der Folkwang-Hochschule in Essen. Daran anschließend war sie insgesamt zwölf Jahre lang an bedeutenden Schauspielhäusern engagiert wie dem Staatstheater Wiesbaden oder dem Schauspielhaus Bochum.

Bereits für ihren ersten Spielfilm Spur eines Mädchens (1968) wurde sie mit dem Bundesfilmpreis in Gold ausgezeichnet. In mehr als 60 Fernsehspielen gab und gibt sie bis heute den unterschiedlichsten Charakteren Profil und wurde dafür auch mehrfach ausgezeichnet – mit dem Bayerischen Filmpreis 1994 als beste Darstellerin in dem Zweiteiler Ich klage an, drei Mal mit dem Bambi, zwei Mal mit der Goldenen Kamera, dem Deutschen Fernsehpreis sowie mit mehreren österreichischen Filmpreisen.

Darüber hinaus erntete sie große Resonanz beim Publikum sowie mehrere Preise und Nominierungen mit erfolgreichen Serien wie Ich heirate eine Familie, Wie gut, dass es Maria gibt und Auf eigene Gefahr als Journalistin Anna Marx. Im Jahr 2017 wird Thekla Carola Wied, eine der bekanntesten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen, ihr 50jähriges Berufs- und Bühnenjubiläum feiern.

Ihre besondere Liebe gilt aber auch seit jeher dem Wort: In Lesungen widmet sie sich vor allem den 1933 von den Nationalsozialisten „verbrannten“ Dichtern; nicht nur, um ihren ganz persönlichen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten, sondern auch, um eine Generation von verfolgten und totgeschwiegenen Dichtern den Menschen unserer Zeit wieder ins Bewusstsein zu bringen. Dabei arbeitet sie häufig mit Musikern zusammen, seit einigen Jahren bevorzugt mit Manuel Munzlinger und seinem Trio „Oboe in Jazz“.

Thekla Carola Wied ist als Botschafterin der SOS-Kinderdörfer tätig und unterstützt ein AIDS-Waisendorf in Tansania.

Foto © Christian Hartmann