Sigmar Solbach

stammt aus dem westfälischen Olpe. Nach dem Abitur ging er von 1967 bis 1970 auf die renommierte Bochumer Schauspielschule. Sein Theaterdebüt gab er 1970 am Schauspielhaus Bochum, danach folgten feste Engagements in Oberhausen, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, an den Städtischen Bühnen Augsburg und dem Theater der Stadt Bonn, bevor er sich entschloss, als freier Schauspieler zu arbeiten. Er spielte in Berlin an der Komödie am Kurfürstendamm und am Theater des Westens, in München an der Komödie im Bayerischen Hof und am Max II, bei den Festspielen in Bad Hersfeld und Wunsiedel sowie auf Tournee.

Er gab Shakespeares Hamlet, den Tellheim in Lessings Minna von Barnhelm, Kleists Graf Wetter vom Strahl in Das Käthchen von Heilbronn, den Marquis Posa in Schillers Don Carlos, den Nestor in Irma la Douce und den Becket in Becket oder Die Ehre Gottes von Anouilh.

Seit 1973 ist Sigmar Solbach auch im Fernsehen präsent. Es begann mit dem Dreiteiler Ein Sommer, der ein Winter war, danach war er beim großen Publikum ebenso beliebt wie bekannt. Bis heute hat er in über 90 Fernsehproduktionen mitgewirkt wie dem deutsch-französischen Vierteiler Die Geheimnisse von Paris, Turgenjews Väter und Söhne oder Tod eines Schaustellers, in Serien wie Das Erbe der Guldenburgs, Diese Drombuschs oder Feuer und Flamme, einer deutsch-französischen Coproduktion, um nur einige wenige zu nennen. Dazu kommen zahlreiche Gastauftritten wie beispielsweise auf dem Traumschiff, Unter weißen Segeln, in der Alpenklinik sowie von 1994 bis 2001 die Titelrolle in über hundert Folgen der RTL-Serie Dr. Stefan Frank als beliebtesten Fernseh-Arzt aller Zeiten.

Im TV sah man Sigmar Solbach zuletzt in der Rosamunde Pilcher Verfilmung Eine Frage der Ehre und in SOKO 5113, er war unterwegs auf Theatertournee - unter anderem mit Romantische Komödie, mit der er auch in der Komödie im Bayerischen Hof gastierte – und hat als viel gefragter Synchronsprecher seine Stimme schon so berühmten Kollegen wie James Stewart und Peter Strauss geliehen.

Sigmar Solbach

© Foto: Renate Neder