Peter Marton

Schon als Kind stand sie in Onkel Toms Hütte und Heidi vor der Kamera, spielte seitdem in mehr als 250 Fernsehfilmen, aber auch in vielen Theaterinszenierungen, wie z.B. zuletzt im Schlossparktheater Berlin in Neil Simons Rose und Walsh sowie in Toutou in der Komödie im Bayerischen Hof.
Ihren Durchbruch hatte Michaela May 1974 mit Helmut Dietls legendären Münchner G’schichten, Monaco Franze und Kir Royal. Es folgten weitere bayerische TV-Produktionen wie Zur Freiheit und Irgendwie und Sowieso, von Franz Xaver Bogner, die inzwischen Kultstatus haben.
Auch in Kinofilmen wie z.B. Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit und Familienfest zeigte die Schauspielerin ihre Wandlungsfähigkeit. In mehr als 50 Berufsjahren arbeitete sie mit so unterschiedlichen Regisseuren wie Dominik Graf, Andreas Kleinert, Bernd Schadewald, Kai Wessel und Lars Kraume zusammen.
In der hochgelobten Krimireihe Polizeiruf 110 wurde sie als Kommissarin Jo Obermaier u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet.
Auch mit ihren unterschiedlichen Lesungen und Hörbüchern – seit 2010 liest sie die Alpenkrimireihe von Nicola Förg –, sowie als Autorin ihres Buches „Mitten im Leben mit Yoga" hat sich Michaela May einen Namen gemacht.
Seit 1996 ist sie Botschafterin für den Mukoviszidose e.V., der Welthungerhilfe und SOS-Kinderdörfer International. Dafür erhielt sie die Medaille „München leuchtet“ und die Bayerische Staatsmedaille für soziale Dienste. 2011 wurde Michaela May mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

 

Peter Marton

© Foto: Magdalena Possert