Karl-Heinz von Hassel

wurde in Hamburg geboren, wuchs in seiner Geburtsstadt sowie im Schleswig-Holsteinischen Bad Oldesloe auf, machte zunächst eine Ausbildung als Kaufmann und nahm gleichzeitig Schauspielunterricht.

1960 stand er in Schleswig erstmals auf der Bühne, weitere Engagements führten ihn unter anderem nach Bielefeld, Konstanz, Zürich, Braunschweig, Hamburg, Stuttgart und Bremen. Darüber hinaus ging er - beispielsweise mit Maria Becker und Will Quadflieg - auf Tournee.

Bald übernahm er dann auch Rollen in verschiedensten Film- und Fernsehproduktionen, nachdem er bereits in der legendären Faust-Verfilmung von Gustaf Gründgens zu sehen war. Die Kinozuschauer sahen ihn beispielsweise in Fassbinders Die Ehe der Maria Braun, Lili Marleen, Lola und Die Sehnsucht der Veronika Voss. Weitere Kinofilme waren unter anderem Der Sommer des Samurai und Geierwally.

Die Fernsehzuschauer kennen ihn aus so beliebten Krimi-Serien wie Tatort oder Kriminalmuseum, er wirkte in TV-Filmen wie Vier gegen die Bank, Bolwieser oder Der Hochzeitstag mit, doch größte Popularität erlangte von Hassel als hessischer Tatort-Kommissar Edgar Brinkmann, einem höflich-distanzierten Ermittler alter Schule. Zwischen November 1985 und September 2001 spielte er 28 Folgen und ging mit der Folge Havarie in den wohlverdienten "Ruhestand", aus dem er allerdings zwei Mal als Rentner wieder in "seinen" Tatort zurück kehrte.

Seit 1992 konzentriert sich Karl-Heinz von Hassel wieder vermehrt auf die Arbeit am Theater, war beispielsweise in Eine gute Partie von Stefan Vögel und Ein Seestern im Garten von Peter Limburg zu sehen sowie in Rente gut - alles gut (Cash) von Michael Cooney oder in Schöne Bescherung von Anthony Neilson, um nur ein paar zu nennen. Daneben geht Karl-Heinz von Hassel auch auf Tournee, beispielsweise mit Für Geld macht er alles oder After Play von Anne Meara.

Karl-Heinz von Hassel

© Foto: Helmut Seuffert