Jochen Stern

ist in Frankfurt/Oder geboren, wo er auch den Schauspielerberuf erlernte und ist nach einem vielseitigen Berufsleben als freischaffender Schauspieler in Bonn heimisch geworden. Engagiert an den Bühnen der Stadt Bonn, im Contra-Kreis-Theater oder im Theater der Jugend, gastierte er darüber hinaus häufig in Hamburg, Berlin, Stuttgart und Köln sowie bei den Sommerfestspielen in Mayen, Wunsiedel, Bad Gandersheim und Feuchtwangen. Außerdem wirkte er bei Tourneen durch den gesamten deutschsprachigen Raum mit. 

Nach einer mehr als fünfzigjährigen Bühnenlaufbahn kann er auf viele Rollen zurückblicken: Den Diener Ossip im Revisor, Zettel im Sommernachtstraum, Dorfrichter Adam und Schreiber Licht im Zerbrochenen Krug, Herr Fluth in Die lustigen Weiber von Windsor, Peachum in der Dreigroschenoper, Sancho Pansa in Der Mann von La Mancha, Erster Ganove in Kiss Me, Kate – oder den Diener Etienne in Die Dame vom Maxim. Seine Lieblingsrolle war Hamm in Becketts Endspiel.

Bekannt wurde er vor allem durch die TV-Kultserie Ein Herz und eine Seele als Koslowski, Freund von Ekel Alfred und durch mehr als 270 TV- und Kinofilme wie Stellenweise Glatteis, Goodbye Lenin, Aimée und Jaguar, Der Laden, Nesthocker und kürzlich (2014) Altersglühen: Speed-Dating für Senioren sowie durch Episodenrollen in Die Wache, Der Fahnder, Ein Fall für zwei, Tatort, SOKO Köln und viele andere.

Als Autor veröffentlichte Jochen Stern mehrere Buchtitel, unter anderem Von Mimen und anderen Menschen, Mimenkränze, Wendezeit oder Die Sehnsucht nach Revanche. Am 16.11.2009 erhielt er aufgrund seines Widerstandes gegen das SED-Regime das Bundesverdienstkreuz am Bande aus der Hand des Bundespräsidenten Horst Köhler.

Jochen Stern

© Foto: Winfried Mausolf