Heiner Lauterbach

wurde in Köln geboren, besuchte bereits mit 16 Jahren die Schauspielschule und stand als 19-jähriger erstmals auf der Bühne. Er spielte in Köln, Würzburg und München und ging mit der Münchner Schauspielbühne auf Tournee.

Dann zog er nach München und hatte 1983 sein Spielfilmdebüt in Roland Suso Richters preisgekröntem Film Kolp. 1985 besetzte ihn Regisseur Edwin Marian neben Angelique Duvier in dem Actionfilm Cortuga. Noch im selben Jahr feierte er in Doris Dörries Kinokomödie Männer seinen Durchbruch und wurde für seine Rolle mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Er spielte nun in Fernsehserien wie Eurocops, Der Fahnder, Ein Fall für zwei und Tatort, war in den TV-Filmen Die schnelle Gerdi, Regina auf den Stufen, Das Mädchen Rosemarie und Opernball zu sehen und erschien auch häufig auf der Kinoleinwand. Man sah ihn unter anderem in der Erich-Kästner-Verfilmung Das doppelte Lottchen, Das Superweib und Der Campus von Sönke Wortmann und in Helmut Dietls Gesellschaftssatire Rossini, für den er als bester Darsteller mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt wurde. Ein Jahr darauf konnte er auch den Publikumspreis bei der Bambi-Verleihung entgegen nehmen, erhielt 2004 die Goldene Feder des Bauer-Verlags in der Kategorie Schauspiel und wurde Mitte März 2005 mit dem BILD-Medienpreis ausgezeichnet.

In den 1990er Jahren war Lauterbach in zahlreichen weiteren Filmen zu sehen, unter anderem in Cascadeur, neben Til Schweiger in Der Eisbär, in St. Pauli Nacht, als korrupter Sicherheitsbeamter in Schlaraffenland mit Franka Potente und in Erleuchtung garantiert an der Seite von Uwe Ochsenknecht.

Doch auch dem Theater blieb er immer treu. Er spielte beispielsweise in den Jahren 1997 bis 1999 unter der Regie von Heidelinde Weis Nächstes Jahr, gleiche Zeit und brillierte 2002/03 in Neil Simons Komödie Ein seltsames Paar in Berlin, Hamburg und an der Komödie im Bayerischen Hof.

Neben seiner Arbeit als Schauspieler überzeugt Lauterbach auch als Synchronsprecher von Stars wie Richard Gere, Jack Nicholson, Christopher Reeve oder Christopher Walken, führt Fernsehregie - beispielsweise in der Komödie Andersrum - veröffentlichte Anfang 2006 seine Autobiografie Nichts ausgelassen und stand zuletzt für die TV-Spielfilme Die Sturmflut, Dresden, Vulkan, Die Seele eines Mörders sowie Kommissar Brunetti vor der Kamera. 2010 veröffentlichte er seine zweite Autobiografie Man lebt nur zweimal

Stand: Juli 2018

 

 

Heiner Lauterbach

© Foto: Viktoria Lauterbach