Gila von Weitershausen

erhielt Schauspielunterricht in München sowie Los Angeles und erprobte sich zunächst auf verschiedenen Bühnen u.a. am Fränkischen Landestheater und an den Münchner Kammerspielen. Mit Hütet Eure Töchter feierte sie 1962 ihre Kino-Premiere – noch vor dem großen Erfolg, mit dem sie über Nacht berühmt wurde: Engelchen oder Die Jungfrau von Bamberg. Für ihre Darstellung des Engelchens erhielt sie 1968 den Bundesfilmpreis in Gold als beste Darstellerin. Anfang der 70er Jahre wurde mit Louis Malles Film Herzflimmern der Grundstein für ihre internationale Karriere gelegt, die Gila von Weitershausen für zahlreiche Kino- und TV-Projekte insbesondere nach Frankreich, aber auch nach England und Italien führte. 1981 spielte sie an der Seite von Hanna Schygulla und Bruno Ganz in Die Fälschung unter der Regie von Volker Schlöndorff; 1983 drehte sie an der Seite von Jeremy Irons The Captain’s Doll. Es folgten Arbeiten mit Regisseuren wie Margarethe von Trotta (Fürchten und Lieben), Hans-Christoph Blumenberg (Zwei Brüder – Nervenkrieg), Xaver Schwarzenberger (Mein süßes Geheimnis), Ariane Zeller (Drei teuflisch starke Frauen 1-3), Holger Barthel (Für immer und einen Tag), Carlo Rola (Familiengeheimnisse) und Michael Keusch (Vorzimmer zur Hölle – Plötzlich Boss).

Aus der deutschen Fernsehlandschaft ist Gila von Weitershausen nicht fortzudenken. In TV-Serien von Der Landarzt oder Derrick über Traumschiff bis Schwarzwaldhof und SOKO Köln spielte sie die unterschiedlichsten Figuren, dazu kommen Hauptrollen in dutzenden TV-Filmen wie Alles aus Liebe, Nur mit Euch, Familiengeheimnisse, Schöne Lügen oder Herzlichen Glückwunsch – Sie haben gewonnen. Gila von Weitershausen ist bis heute in zahlreichen Fernsehfilmen und Episodenrollen zu sehen und ist eine der populärsten deutschen TV-Schauspielerinnen.


In der Komödie im Bayerischen Hof und für die Münchner Tournee steht Gila von Weitershausen 2019 in Joe DiPietros Komödie Noch einmal verliebt an der Seite von Christian Wolff, Cordula Trantow und Niklas Clarin auf der Bühne.

Stand: November 2018

© T&T Thomas Lüders