Dietrich Siegl

wurde 1954 als Sohn eines Schauspielerehepaars in Wien geboren, wuchs in Bonn und Zürich auf, wo er bereits Kinderrollen im Hörfunk übernahm und spielte nach Anfängerjahren am Grazer Kabarett Die Tellerwäscher und dem Linzer Landestheater an diversen Häusern wie zum Beispiel dem Wiener Theater in der Josefstadt, dem Wiener Volkstheater, an den Städtischen Bühnen Bonn, der Freien Volksbühne Berlin, bei den Salzburger Festspielen und am Wiener Burgtheater.

Lesungen und zuletzt ein Soloprogramm mit dem Titel In Gott´s Nam´ oder Wie ich kein Rockstar wurde komplettieren sein Bühnenschaffen.

Nach einem kurzen Zwischenspiel als federführendes Mitglied einer Rockband wurde er ab 1985 auch dem deutschen Fernsehpublikum als windiger Tennislehrer Stefan Nossek in 134 Folgen der Lindenstraße ein Begriff. Nach seinem dortigen Ausstieg folgten regelmäßige TV-Einsätze in anspruchsvollen 90-Minütern, wie Die indische Ärztin (4 Teile mit Rosel Zech, Regie: Jo Baier) und Krimi-Reihen wie Die Verbrechen des Prof. Capellari, Tatort, Polizeiruf 110, aber auch immer wieder in heiteren Produktionen wie zum Beispiel Vier Frauen sind einfach zuviel von Hartmut Griesmayr. Dazu kommen unzählige Gastauftritte in Serien wie Komissar Rex, Julia – Eine ungewöhnliche Frau, Kaisermühlenblues, Stockinger, Der Fahnder, Um Himmels Willen und vielen anderen. Als seine prägnanteste Fernseharbeit bezeichnet er selbst Karin Brandauers mehrfach preisgekrönten Fernsehfilm Erdsegen aus dem Jahr 1985. In der ZDF-Serie SOKO Wien ist Siegl bereits im sechsten Jahr in der Rolle des Oberst Otto Dirnberger, dem knorrig-humorvollen Chef der Truppe, zu sehen.

Dietrich Siegl

© Foto: Hubert Mican