Désirée Nick

1956 in Berlin geboren absolvierte Désirée Nick schon in jungen Jahren eine Ausbildung als klassische Balletttänzerin an der Berliner Tanzakademie, die mit einem Engagement an der Deutschen Oper Berlin endete (1975 bis 1982). Da sie mit einer Größe von 180 cm für eine klassische Tänzerin zu groß war, beendete sie ihre Bühnenlaufbahn zunächst und erwarb an der Theologisch-Pädagogischen Akademie Berlin den Abschluss als Lehrbeauftragte für katholische Religionspädagogik bis zur Oberstufe. Sie wurde katholische Religionslehrerin, musste nach drei Jahren jedoch auch diesen Beruf aufgeben - diesmal lag es daran, dass sie Unterrichtsmethoden etablierte, die damals als zu progressiv galten. 

Désirée Nick ging nach London und absolvierte am Actor’s Institute eine Schauspielausbildung. Auf deutschen Bühnen überzeugt sie seit 20 Jahren in klassischen und ernsten Rollen ebenso wie im komödiantischen Fach. Die Bandbreite reicht von Georg Büchners DANTONS TOD bis zu OTHELLO DARF NICHT PLATZEN von Ken Ludwig und AM ZIEL von Thomas Bernhard sowie diversen Lustspielen an der Komödie und dem Theater am Kurfürstendamm. Sie spielte in Inszenierungen der jungen Generation erfolgreicher Regisseure wie Bernd Mottl (NICHTS SCHÖNERES von Oliver Bukowski, Renaissance-Theater Berlin), Adriana Altaras (DAMEN DER GESELLSCHAFT von Clare Boothe Luce, Maxim Gorki Theater) oder René Pollesch an der Volksbühne Berlin. Seit Januar 2013 begeistert sie das Publikum am Schlosspark Theater Berlin in der Komödie „Ein Mann fürs Grobe“. Mit ihren progressiven Personality-Shows, mit denen sich „La Nick“ seit 1993 in Szene setzt,  avancierte sie längst zum Kultstar der Hauptstadtszene.

Zu den zahlreichen renommierten Filmemachern, mit denen Désirée Nick zusammenarbeitete, zählen Max Färberböck (AIMÉE UND JAGUAR, 1998) oder Jochen Kuhn (FISIMATENTEN, 1999). Auf dem Filmfestival Locarno wurde sie 1997 für ihre Hauptrolle in NEUROSIA (Regie: Rosa von Praunheim) mit dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet. Ein Publikumserfolg war 2011 die TV-Komödie „Kein Wort zu Papa“, die sie mit Mark von Seydlitz fürs ZDF drehte.

Erfolgreich ficht sie nicht nur mit dem gesprochenen, sondern auch mit dem geschriebenen Wort. Mit ihren Büchern „Gibt es ein Leben nach vierzig?“ (2005), „Gibt es ein Leben nach fünfzig?“ (2011) und „Eva go home“ (2007) erstürmt sie als Autorin die Bestsellerlisten. 2012 veröffentlichte sie ihr erstes Kochbuch „Fürstliche Leibspeisen. Gerichte mit Geschichte“.

Parallel begeistert Désirée Nick in zahllosen TV-Formaten und Entertainmentshows.  Sie gewann die Krone als Dschungelkönigin in dem RTL-Quotenhit ICH BIN EIN STAR – HOLT MICH HIER RAUS! und ist in unzähligen TV-Formaten auf allen Sendern dauerhaft präsent. Man darf Désirée Nick, die dank ihrer Eloquenz als gefragter Talk-Show-Gast gilt, ohne Zweifel eine der vielseitigsten Künstlerinnen Deutschlands nennen.

 

Désirée Nick

© Foto: Barbara Braun