Cordula Trantow

spielte schon während der Schulzeit an Theatern in Berlin, im Fernsehen (zum Beispiel die Titelrolle in Claudia) und in dem berühmten Antikriegsfilm Die Brücke von Bernhard Wicki.

Ihre Bühnenlaufbahn führte sie unter anderem an das Bayerische Staatsschauspiel, das Württem-bergische Staatstheater Stuttgart und die Münchner Kammerspiele, im Fernsehen spielte sie Rollen wie Emily in Unsere kleine Stadt (Thornton Wilder), Klara in Maria Magdalene (Hebbel), Elektra in Die Fliegen (Sartre) Inken Peters in Vor Sonnenuntergang (Hauptmann), Käthe Kollwitz und Marlitt. Bekannt wurde sie auch durch Serien wie Unser Walter und als Partnerin von Helmuth Lohner in dem Straßenfeger Babeck - vielen Fernsehzuschauern ist sie auch durch ihre zahlreichen Auftritte in den Serien Derrick und Der Alte ein Begriff.

In den legendären Inszenierungen ihres Ehemanns Rudolf Noelte spielte sie unter anderem die Nora in Ein Puppenheim und Henriette John in Die Ratten, im Kino war sie in Hauptrollen neben Maximilian Schell (Das Schloss), Charles Aznavour (Passage du Rhin), Hansjörg Felmy (An heiligen Wassern) und Richard Basehart (Hitler) zu sehen. Sie erhielt Auszeichnungen wie das Filmband in Gold (Die Brücke), den Bambi und eine Golden Globe-Nominierung für Hitler.

1988 gründete Cordula Trantow den Weilheimer Theatersommer. Für dieses Theaterfestival, das der Stadt überregionale Beachtung einbrachte, erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Ihre aktuellen Soloprogramme sind Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe (Peter Hacks) und Starke Frauen (Euripides, Sophokles, Sappho).

Neben dem großen Engagement für das klassische Theater hat Cordula Trantow aber auch ein Faible für das Komische und übernahm in den letzten Jahren gern entsprechende Rollen wie zum Beispiel in Hubert & Staller, Bis in die Spitzen und in diversen SOKOs. Auch das von ihr geschriebene und inszenierte ZDF-Fernsehspiel Besuch mit Judy Winter ist ein Thriller mit viel Sinn für das Skurrile und Groteske.

 

 

René Toussaint

© Foto: Nikola Konstantin