Charles Ripley

ließ seiner Schauspielausbildung in den USA dort ein Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte folgen und kam anschließend als Fulbright Stipendiat an die Universität nach Freiburg. Über Umwege führte ihn sein Weg aber wieder zurück auf die Bühne. Er arbeitete mit Walter Lott, einem Schüler und Kollegen von Lee Strasberg, dem Gründer und Leiter des berühmten Actors’ Studio in New York, der zusammen mit George Tabori eine Art Actors’ Studio in Wien („Der Kreis“) aufgebaut hatte. Bei einem dieser Workshops lernte der Schauspieler den Regisseur Thomas Wenzel aus Köln kennen, der im Begriff war, ein Ensemble zu gründen, und so kam er ins Rheinland.

Jenes Ensemble, gegründet 1999 in Köln als das Rose-Theegarten Ensemble, wurde Ripleys künstlerische Heimat. Hier spielte er in Penthesilea, Warten auf Godot, Macbeth, Die Nächte der Schwestern Bronte, Marat/Sade, Nachtasyl, Tanz oder Stirb, Die Odyssee, So wild ist es in unseren Wäldern schon lange nicht mehr, Was Ihr wollt, Die heilige Johanna der Schlachthöfe, Das Schloß und in vielen anderen Produktionen, die sämtlich für den Kölner Theaterpreis nominiert waren..

Von 1992 bis 2007 war Charles Ripley daneben auch noch an verschiedenen Theatern in Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf engagiert - zur Zeit ist er in der Comedia in Köln zu sehen: als „Herr Fuchs“ in Herr Fuchs mag Bücher, als „Geißenpeter“/„Tante Dete“/„Fräulein Rottenmeier“ in Heidi und als „Prof. Blastov“ in seinem Solostück Spaceman, mit dem er 2007 den NRW Theaterpreis und 2008 den Preis favoriten08 des Festivals freier Theater NRW gewonnen hatte.

Seit 1992 hat Charles Ripley als freischaffender Schauspieler bereits bei 49 Theaterproduktionen mitgespielt unter der Regie von 24 verschiedenen Regisseuren und Regisseurinnen.

Charles Ripley

© Foto: Contra-Kreis-Theater