Robert Thomas

wurde 1927 im Süden Frankreichs geboren und hat nach Überwindung vieler Anfangsschwierigkeiten bereits mit diesem seinem ersten Kriminalstück Die Falle (1960) einen derart durchschlagenden Erfolg, dass Jacques Charon, Doyen und Soçietaire der Comédie Française, ironisch bemerkt, "Robert Thomas sei wohl der natürliche Sohn von Agathe Christie und Marcel Achard", während andere in ihm einen "Hitchcock" sehen, der "von Feydeau geschmort wurde".

Eine gewisse geistige Verwandtschaft mit den genannten ist jedenfalls nicht zu leugnen, denn das Stück hat es bis heute auf die beachtliche Zahl von über 50.000 Vorstellungen in vielen Sprachen und Ländern gebracht, darunter allein in Deutschland auf etwa 1.500! Sein nächstes Stück, Acht Frauen (1962), markiert einen ähnlichen Rekord, dann folgen neun weitere Werke, die ebenfalls triumphale Bühnenerfolge in Europa und Übersee verbuchen können und zum Teil auch verfilmt (Regie Alfred Hitchcock) und für das Fernsehen aufgezeichnet werden. Erinnert sei an die in Deutschland besonders erfolgreichen Aufführungen von Doppelspiel, Der zweite Schuss sowie Das Mandarinzimmer.

Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller war Robert Thomas auch Direktor des Théâtre Eduard VII in Paris, drehte die Filme La Bonne Soupe und Patate und hat sich, last but not least, auch als Schauspieler einen guten Namen gemacht. Er starb am 3. Januar 1989 in Paris.

Durch seinen fröhlichen und rasanten Stil gelang es ihm, dem ursprünglich angelsächsischen Genre der Krimikomödie neue, "französische" Impulse zu verleihen, wobei die Unterhaltung des Publikums stets sein größtes Anliegen war.

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