John Buchan

wurde 1875 im schottischen Perth geboren. Er studierte in Glasgow und Oxford, erwies sich schon früh als brillanter Poet und Schriftsteller, gewann 1897 den »Stanford Essay Prize« und 1898 den »Newdigat Prize« und veröffentlichte 1895 mit Sir Quixote of the Moors den ersten Roman. Weitere historische Erzählungen folgten.

Nach seinem Abschluss arbeitete Buchan als Autor und Journalist, wechselte zur Juristerei und spezialisierte sich auf Steuerrecht, bis er ab 1906 im Verlagswesen arbeitete.

Am Ersten Weltkrieg nahm Buchan als Kriegskorrespondent teil, wurde aber 1914 schon krank und schrieb während seiner Genesung The Thirty-Nine Steps (Die 39 Stufen), den ersten Roman um Richard Hannay. Dieser war nach dem Vorbild des Offiziers Edmund Ironside geformt, den Buchan persönlich kannte und der ihn sehr beeindruckt hatte. Dabei ist Hannay kein Held oder Übermensch, sondern betrachtet sich als ganz normalen Bürger, der für sein Vaterland in der Krise über sich hinauswächst, darüber jedoch als Gentleman keine großen Worte verliert.

Nach Kriegsende wurde Buchan von der Nachrichtenagentur Reuters eingestellt. Er ging in die Politik, saß für die Konservativen im Parlament und hatte eine ganze Reihe bedeutender Regierungsämter inne. 1935 wurde er für seine Verdienste geadelt und siedelte nach Kanada um, wo er bis zu seinem Tod am 11. Februar 1940 als Generalgouverneur amtierte.

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