Florian Zeller

wurde 1979 in Paris geboren, wo er bis heute lebt. Er studierte am Institut d’Etudes Politiques de Paris (Sciences Po), dem renommiertesten politikwissenschaftlichen Institut Frankreichs und veröffentlichte mit 22 Jahren seinen ersten Roman Neiges artificielles, für den er mit dem renommierten Prix de la Fondation Hachette ausgezeichnet wurde. Daraufhin erhielt er von seiner Universität einen Lehrauftrag und unterrichtete dort für einige Jahre Literatur. Im Jahr 2003 erschien sein zweiter Roman Les Amants du n’importe quoi, doch erst mit seinem dritten Roman La Fascination du pire (Die Faszination des Bösen) machte er sich frankreichweit einen Namen und gewann den Prix Interallié.
Zellers Prosawerke wurden in nicht weniger als zehn Sprachen übersetzt, als Schriftsteller wurde er verglichen mit Françoise Sagan und Nicolas Rey. Françoise Sagan soll ihn auch überredet haben, für das Theater zu schreiben. Im Jahr 2004 erschienen zwei Stücke von ihm, L’Autre (Der Andere), aufgeführt im Théâtre des Mathurins und Le Manège (Der Dreh) im Petit Montparnasse. Im Jahr 2006, er unterrichtete immer noch Literatur am Sciences Po, landete er einen großen Erfolg bei Presse und Publikum mit Si tu mourais (Wenn du tot wärst). Es folgten die Stücke Elle t’attend, 2008 uraufgeführt mit Laetitia Casta und Bruno Todeschini, La Verité (Die Wahrheit), Le Père (Vater) und zuletzt im Jahr 2013 Une Heure de Tranquillité (Eine Stunde Ruhe).
Über das Schreiben hinaus versuchte sich Florian Zeller auch als Regisseur und inszenierte sein Werk L’Autre am Studio des Champs-Élysées im Oktober 2007.