James Edward Lyons

ist in New York geboren und lebt und arbeitet seit 1980 in Deutschland. Der Fulbright Stipendiat studierte Schauspiel und Regie an der Folkwangschule Essen. Als Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus arbeitete Lyons mehrfach an der Seite von Peter Palitzsch. Seine erste eigene Inszenierung auf einer deutschen Bühne wurde die deutsche Erstaufführung des Sam Shepard Stücks Goldener Westen.

Mit der 1999 verstorbenen Schauspielerin und Diseuse Ortrud Beginnen verband James Lyons eine 16-jährige künstlerische Zusammenarbeit: Zahlreiche Revuen und Kabarett-Programme sind in dieser gemeinsamen Zeit entstanden. Unter anderem eine eigenwillige Fromme Helene nach Wilhelm Busch als schräge Kammeroper und der hintergründig-böse 68er Abend Mein Freund Rudi. Am Deutschen Schauspielhaus Hamburg feierten beide Anfang der 90er Jahre mit der satirischen Heimatrevue Wir Mädel singen Triumphe, am Staatstheater Stuttgart inszenierte Lyons das Terence McNally Stück Meisterklasse mit Ortrud Beginnen in der Rolle der Maria Callas und am Wiener Burgtheater wurde in dem monarchistischen Abend Ein Zacken aus der Krone die Übernahme Österreichs satirisch geprobt.

Für das Rheingau Musikfestival entwarf Lyons musikalische Portraits vom Komponisten Ralph Benatzky und dem 20er Jahre Operetten Star Fritzi Massary, weiters stehen auf der Liste seiner biografischen Revuen Janis Joplin, Claire Waldoff, die Wildwest Legende Calamity Jane und andere. Für mich soll’s rote Rosen regnen, sein musikalisch-seelisches Portrait von Hildegard Knef, wurde schon über 200 Mal gespielt. Ein Jahr nach dem Tod von Johnny Cash entstand sein erstes erfolgreiches musikalisches Portrait des Country-Stars: Johnny Cash – The Beast in Me. Zur WM 2006 stellte er einen SchussChor zusammen, einen Liederabend für 11 Fußballgötter - weitere Erfolge der letzten Zeit waren seine Revue zum 100. Geburtstag des Schlagerkomponisten Michael Jary, Haben Sie schon mal im Dunklen geküsst? und das Musical Der Kampf des Jahrhunderts mit Musik von Paul Graham Brown über die historischen Boxkämpfe zwischen Max Schmeling und Joe Louis, das ebenso in Berlin uraufgeführt wurde wie sein neuestes Musical King Kong.

 

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