Nikolaus Paryla

wurde 1939 in Zürich als Sohn des Schauspieler-Ehepaars Hortense Raky und Karl Paryla geboren und wuchs nach eigener Aussage hauptsächlich am Zürcher Schauspielhaus auf. Seine Ausbildung absolvierte er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, seine Karriere begann 1960 am dortigen Theater in der Josefstadt, wo er bis 1969 blieb. Es folgten das Schiller-Theater Berlin, das Münchner Residenztheater und andere, wobei er unter anderem mit Giorgio Strehler, Ingmar Bergman oder Friedrich Dürrenmatt zusammenarbeitete.

Am liebsten führt er allerdings selbst Regie, wie zum Beispiel in seinem Solo-Highlight Der Kontrabaß von Patrick Süskind, den er seit 1981 mehr als 500-mal in München und auf Tournee gespielt hat.

Nikolaus Paryla wirkte in mehr als 60 Kino- und TV-Produktionen mit, so zum Beispiel in Hanns Christian Müllers Filmen Kehraus und Germanicus, in den Fernsehserien Mit Leib und Seele, Tatort und Polizeiruf 110, er war in Martin Weinharts TV-Film Schiller zu sehen und erhielt für seine Darstellung des Rohlfs in Lena Rais 1980 den Bundesfilmpreis.

Zuletzt spielte Nikolaus Paryla in dem Kinofilm Darum (2008) nach dem gleichnamigen Roman von Daniel Glattauer, im TV-Film Der Bibelcode sowie in den Serien Familie Sonnenfeld, Donna Roma und Ihr Auftrag, Pater Castell sowie in der Tatort-Folge Der glückliche Tod.

© Foto: Jürgen Weyrich