Günther Maria Halmer

ist im bayerischen Rosenheim geboren. Nach der Schule arbeitete er eineinhalb Jahre in Kanada in einem Bergwerk, begann dann aber 1967 ein Schauspielstudium an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und erhielt nach dem Abschluss ein festes Engagement an den Münchner Kammerspielen, denen er sechs Jahre lang als Ensemblemitglied angehörte.

Seit Anfang der 70er Jahre arbeitet Günther Maria Halmer für Film und Fernsehen. Populär wurde der Schauspieler 1974 mit der Rolle des Schwabinger Schlitzohrs Tscharlie an der Seite von Michaela May und Therese Giehse in Helmut Dietls erfolgreicher Serie Münchner Geschichten. Neben Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie Derrick, Der Fahnder, SOKO 5113, Ein Fall für zwei oder Tatort sah man ihn beispielsweise in dem Mehrteiler Der Millionen-Coup oder in dem historischen, mit dem Emmy ausgezeichneten Sechsteiler Peter der Große an der Seite von Maximilian Schell, Omar Sharif und Sir Lawrence Olivier.

Günther Maria Halmer spielte in großen Kinoproduktionen wie Lenin: Der Zug und Gandhi (beide mit Ben Kingsley), Abrahams Gold mit Hanna Schygulla und Sophies Entscheidung mit Meryl Streep.

Vierzehn Jahre lang verkörperte er die Titelrolle in der TV-Serie Anwalt Abel, in der Serie Die schnelle Gerdi mit Senta Berger spielte er Gerdis Münchner Jugendliebe. Er begeisterte die Fernsehzuschauer in Karl Schönherrs Der Weibsteufel, in der Komödie Trennungsfieber mit Senta Berger, in Felix Mitterers Historiendrama Andreas Hofer - Die Freiheit des Adlers oder in Der Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker, der mit vier Grimme-Preisen ausgezeichnet wurde. Insgesamt wirkte Günther Maria Halmer in über 100 Fernsehfilmen und -serien mit.

Die jüngsten Arbeiten waren das mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Drama Marias letzte Reise mit Monika Bleibtreu, die Familienkomödie Plötzlich Opa, der Krimi Die Nonne und der Kommissar, das Melodram Mein Traum von Afrika mit Jutta Speidel und die sensible Love-Story Liebe für Fortgeschrittene mit Heidelinde Weis, um nur einige zu nennen. Im Herbst 2009 kamen die Komödie Mein Nachbar, sein Dackel und ich sowie das Alpenmelodram Gletscherblut auf den Bildschirm, 2010 folgten Vom Glück nur ein Schatten und Sonntagsvierer.

© Foto: SA. Pauli-Brauer