Zoltan Labas
ist 1956 in Budapest geboren, dort studierte er Bühnen- und Kostümbild an der Kunstakademie und ist seit den späten 1970-er Jahren Mitglied der Künstlergruppe INDIGO. Schon während des Studiums arbeitete er dort als Bühnen- und Kostümbildner an namhaften Theatern wie zum Beispiel am Katona József Theater, dem Madách Theater und dem Szigligeti Theater in Szolnok. 1987 war er für die Ausstattung des Spielfilms Mein XX. Jahrhundert verantwortlich, der in Cannes mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde.
1988 emigrierte er mit seiner Familie nach Deutschland. In den ersten Jahren lebte er in Stuttgart und arbeitete dort unter anderem am Staatstheater, am Theater der Altstadt und an der Filmakademie in Ludwigsburg. 1993 stellte er seine Spieleerfindungen aus, im Winter 1995 startete er ein neues Projekt: Er baute mit Freunden ein Schattentheater mit Solarenergie und Live-Musik, das Fortuna Sol. Auftritte in Deutschland und Ungarn waren die Folge.
Kurz darauf fing Zoltan Labas an, sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten des Computers zu beschäftigen, nahm in München an einer einjährigen Multimedia-Ausbildung teil und arbeitete dort als Projektleiter für Multimedia Projekte sowie als Gestalter einer Ausstellung zur Farbenlehre für das Goethe-Institut. Von 1998 bis 2003 arbeitete er als Bühnenbildner mit Regisseuren wie Peter Lotschak, Adelheid Müther, René Heinersdorff, Daniel Ris oder Manfred Zapatka zusammen, 2004 entwarf er zusammen mit Fred Berndt die Ausstellungen Stil(l)halten im Jüdischen Museum Berlin und Spielen im Deutschen Hygiene Museum in Dresden.

© Foto: Eszter Both

