Kristof Magnusson

wurde 1976 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Kirchenmusiker bei der evangelischen Landeskirche Nordelbien, anschließend absolvierte er seinen Freiwilligendienst bei der Aktion Sühnezeichen in New York in der Arbeit mit Obdachlosen und Holocaustüberlebenden. Danach studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, an der Hochschule der Künste in Berlin und an der Universität Reykjavík. Im Sommer 2006 arbeitete der isländisch-deutsche Theater- und Romanautor für das Goethe-Institut als Stadtschreiber im indischen Pune.

Magnusson ist bisher vor allem als Theaterautor hervorgetreten: Männerhort wurde 2003 am Schauspiel Bonn uraufgeführt und avancierte "in kürzester Zeit zum Kulthit" (Bonner General-Anzeiger). Davor hatte er bereits Der totale Kick, eine schräge Komödie über das Verhältnis zwischen den Generationen geschrieben, die 2001 in Dresden uraufgeführt worden war und das Autorenprojekt Enge im Haus und im Sarg mit Obdachlosen an der Berliner Volksbühne.

2005 erschien sein Roman Zuhause, für den er den Rauriser Literaturpreis und den Hamburger Förderpreis für Literatur und literarische Übersetzungen erhielt, außerdem veröffentlichte Kristof Magnusson zahlreiche Erzählungen, Reportagen und Essays in in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften und betätigt sich als Übersetzer von Gedichten und Theaterstücken aus dem Isländischen.

2005 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Preis im österreichischen Klagenfurt teil und erhielt für ein Jahr ein Stipendium der Lydia-Eymann-Stiftung in Langenthal in der Schweiz. Kristof Magnusson lebt in Hamburg und Berlin.