Gabriel Barylli

wurde in Wien als Sohn eines Wiener Philharmonikers und einer Opernsängerin geboren. Er begann eine Schauspiel- und Regieausbildung am Wiener Max Reinhardt-Seminar und spielte schon vor dem Abschluss am Wiener Burgtheater. Darauf folgten Engagements am Schillertheater Berlin - wo er erstmals auch Regie führte - und bei den Salzburger Festspielen. Heute ist Gabriel Barylli einer der bekanntesten Regisseure, Schauspieler und Buchautoren der Gegenwart.

Sein TV-Debüt gab er bereits 1981 als Der Schüler Gerber (nach dem Roman von Friedrich Torberg), eine Rolle, die ihn über Nacht bekannt machte. Danach folgten TV-Rollen wie etwa in Wohin und zurück, Welcome in Vienna und Eine blassblaue Frauenhandschrift, Das weite Land an der Seite von Michel Piccoli, die TV-Biographie Mit meinen heißen Tränen über den Komponisten Schubert sowie Gewitter im Mai.

Erfolge konnte Gabriel Barylli aber auch als Autor und Regisseur verbuchen, beispielsweise mit seiner Trilogie Butterbrot, Honigmond und Abendwind. Die Bühnenfassung seines Romans Butterbrot, der Geschichte einer Männer-WG, machte ihn zu einem der meistgespielten Autoren im deutschen Sprachraum. Die Filmadaption unter seiner Regie mit Barylli selbst, Heinz Hoenig und Uwe Ochsenknecht wurde 1991 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. 1996 verfilmte Barylli auch seinen Roman Honigmond mit Veronica Ferres, Anica Dobra und Julia Stemberger.

Bereits ein Jahr zuvor war er für Seitensprung in den Tod als bester Schauspieler mit dem Silver St. George Award beim Moscow International Film Festival ausgezeichnet worden, für seine Rolle als Förster in Xaver Schwarzenbergers preisgekröntem Heimatfilm Krambambuli wurde er ebenso wie Tobias Moretti und Christine Neubauer mit dem Adolf Grimme-Preis ausgezeichnet. 

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